Ein absehbares Ende: Google beendet die Unterstützung für Authorship-Funktionalitäten

Wir hatten uns schon daran gewöhnt: In den Ergebnislisten der Google-Suche tauchte in den letzten drei Jahren immer häufiger das Google+-Profilfoto des jeweiligen Autoren eines Inhalts auf. Ein Feature für Website-Betreiber, mit dem auch die Akzeptanz des damals neu gestarteten Google+ erhöht werden sollte.

Das Experiment „Google Authorship“ ist nun beendet worden. Ab sofort bleibt die Verlinkung von Websites mit dem Google+-Profil des Autors in den Suchergebnissen unberücksichtigt. Auch in Webmaster Tools ist die zugehörige Statistik-Funktion nicht mehr verfügbar.

Das Ende des Authorship-Programms kommt nicht mehr überraschend. Bereits im Dezember 2013 begann Google, die Menge der Autorenbilder pro Suchabfrage einzuschränken. Im Juni 2014 wurden dann alle Autorenfotos aus den Ergebnisseiten der globalen Suche entfernt.

Was ursprünglich dazu gedacht war, Website-Betreibern durch die Personalisierung zu mehr Klicks zu verhelfen, blieb in der Realität offenbar ohne nennenswerten Effekt. Das Klickverhalten hätte sich laut Google nicht signifikant verändert – egal, ob ein Foto angezeigt wurde oder nicht. Die Daten aus drei Jahren „Google Authorship“ würden belegen, dass der Aufwand für die korrekte Einrichtung des Authorships in keinem Verhältnis stand zu dem Effekt, den ein Website-Betreiber dadurch erwarten durfte.

Insgesamt hatte man wohl auch bei Google auf eine höhere Akzeptanz bei Webmastern gehofft. Offenbar haben sich viele gar nicht die Mühe gemacht, sich ein eigenes Google+-Profil anzulegen oder ihren Internetauftritt später mit diesem Profil zu verbinden.