Facebook-Commerce: Neue Studie zum Verkaufen im Social Web

Facebook wird von über 900 Millionen Nutzern weltweit wie selbstverständlich genutzt. Im Vordergrund steht dabei aber noch immer die Kommunikation mit Freunden und Bekannten, sowie das Sammeln von Informationen und Empfehlungen. Die Studie „Facebook-Commerce – Status-Quo, Erfolgsfaktoren und Implikationen“, die von Hamburg@work in Auftrag gegeben wurde, bestätigt genau diese Vermutungen: Facebook wird von den Nutzern nicht als Verkaufsplattform wahrgenommen.

300 internetaffine Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren wurden für die Studie befragt. Die niedrige Fallzahl wird für die Studie schnell zum Problem: Bisher haben nur drei Prozent aller Befragten über einen Facebook-Shop eingekauft. Lediglich 20 Prozent planen einen solchen Einkauf in naher Zukunft und nur 33 Prozent können sich überhaupt vorstellen, über einen Facebook-Shop einzukaufen.

Damit Facebook-Commerce einen wirklichen Aufschwung mit interessanten Verkaufszahlen erzielen kann, sind daher Shopanbieter gefordert. Sie müssen ihre Kunden an das Social Web heranführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in einem neuen Facebook-Shop direkt einkauft und diesen Weg dem normalen Online-Shop vorzieht, ist vorerst als gering einzuschäzen. Aber Händler können damit beginnen,  in Facebook ihr Sortiment attraktiv präsentieren und transparent informieren. Wenn dann Bestellmöglichkeiten ergänzt werden, wird dieser nächste Schritt von potentiellen Kunden vielleicht nicht mehr als ganz so groß wahrgenommen.

Aber auch Facebook muss auf seiner Plattform nachbessern. Der schlechte Ruf, mit Benutzerdaten nicht sonderlich behutsam umzugehen, steht nach Meinung der Studienauswerter der Zeppelin-Universität Friedrichshafen einer erfolgreichen Entwicklung dieses Geschäftsbereichs vehement im Weg.