Revolutioniert Google+ die Arbeit der klassischen Suchmaschinenoptimierung?

Google+ gewinnt für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) mehr und mehr an Bedeutung. Eine Studie in fünf unterschiedlichen US-Staaten über fünf lokalspezifische Websites prüfte den Einfluss von Social Media-Diensten wie Facebook, Google+ und Twitter auf das Ranking der Website in Googles organischen Suchergebnissen.

Die numerischen Ergebnisse sind statistisch gesehen zwar nicht repräsentativ, aber die Resultate sind eindeutig: Hat die Website in ihrem Profil bei Google+ eine hohe Anzahl an Followern, so steigt auch das Ranking in den Suchergebnissen merklich an. Eine ähnliche Wirkung erzeugen Googles hauseigene +1-Bewertungen. Der Einfluss von Facebook-Shares ist dagegen kleiner, die Bedeutung von Tweets über Twitter sogar verschwindend gering und beinahe schon unbedeutend für die Popularität der Website.

Die sozialen Komponenten in den organischen Suchergebnissen sind noch relativ neu. Werden Begriffe in der personalisierten Websuche gesucht, so zeigt Google nun auch passende Treffer innerhalb des Google+-Bekanntenkreises und deren +1-Bewertungen  an. Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung müssen das zukünftig berücksichtigen: Google+-Auftritte werden unabhängig von der realen Leserschaft an Bedeutung gewinnen:  Ein Nutzer, der einen Internetauftritt ansprechend findet und ihn über Google+ teilt, hat einen deutlich höheren Wert für die Optimierung als jemand, der seine Unterstützung per Facebook mitteilt.

Die klassische Suchmaschinenoptimierung wird durch diese Entwicklung noch nicht vollkommen in Vergessenheit geraten, aber ein gut ausgestalter Google+-Auftritt wird nach jetzigem Stand für  Websites bald unverzichtbar sein.