Suchmaschinenoptimierung (SEO) und personalisierte Suchergebnisse

Die T3N berichtet in einem Artikel aus April 2011 über die zunehmenden Probleme für uns Suchmaschinenoptimierer (SEO), die ihren Kunden die tatsächlichen Platzierungen in den Suchergebnissen bei Google präsentieren möchten.

Das Forschungsprojekt „Personal Web Search in the Age of Semantic Capitalism – Diagnosing the Mechanisms of Personalisation“ der University of London versuchte sich bereits 2009 den Auswirkungen der personalisierten Suche beim größten Suchdienst der Welt zu nähern. Ein Fazit der Untersuchung: Google greift deutlich in das Ranking ein. Dabei spielt die persönliche Suchhistorie des Nutzers schon nach wenigen Suchvorgängen die entscheidene Rolle.

Bekannt ist heute auch, dass die Personalisierung der Suchergebnisse unabhängig vom Suchthema erfolgt. Und auch wer ohne eigenen Google-Account mit dem Suchdienst recherchiert, bleibt davon nicht unberührt. Durch das Anlegen von Search-Cookies kann das nutzerbezogene Suchprofil auch bei vermeindlich anonymer Nutzung von Google zur Personalisierung herangezogen werden.

Ranking-Angaben wie „Mit Begriff XY sind Sie derzeit auf Platz 8 zu finden“ sind schon eine ganze Weile nicht mehr zuverlässig möglich. Mit der Standortbestimmung durch Goolge kommen noch weitere Individualisierungsfaktoren hinzu. Wer in Hamburg sucht, bekommt andere Ergebnisse als ein Nutzer in München.

Neu sind diese Erkenntnisse zwar nicht mehr. Offenbar tun sich aber immer noch viele SEO-Dienstleister schwer, die veränderten Ranking-Bedingungen auch gegenüber den eigenen Kunden zu kommunizieren. Unsere Arbeit als Optimierer wird durch die Personalisierung keinesfalls unnötig. Die Erfolgsmessung solcher Maßnahmen muss sich aber von den veralteten Ranking-Aufstellungen verabschieden.