Weihnachten 2017: Höhere Umsätze, aber auch größere Probleme für Händler

Eigentlich sehen Online-Händler dem Weihnachtsgeschäft recht optimistisch entgegen: In einer aktuellen Studie hat der Händlerbund herausgefunden, dass jeder zweite Unternehmer höhere Umsätze erwartet als im letzten Jahr. So weit, so gut. Doch neben den Einnahmen werden wohl auch die Probleme steigen, so die Befürchtungen. Als wichtigster Verkaufstag wird der 10.12.2017 prognostiziert.

Für die meisten Online-Händler sind die weihnachtlichen Monate unverzichtbar: Drei von vier Anbietern verzeichnen im Weihnachtsgeschäft höhere Umsätze als im Rest des Jahres. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Weihnachtsstudie des Händlerbund.

Und ein Vergleich mit den Resultaten vergangener Weihnachtsstudien lässt auf Großes hoffen: Denn während 2016 nur 45 Prozent der Händler von höheren Umsätzen ausgingen und sogar ganze 27 Prozent niedrigere Umsätze prognostizierten, so ist die Zuversicht 2017 deutlich größer: Aktuell erwarten 50 Prozent der insgesamt 417 befragten Händler, dass die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigen werden und nur 19 Prozent befürchten niedrigere Einnahmen als im vergangenen Weihnachtsgeschäft. Mit den meisten Verkäufen rechnen die befragten Händler mehrheitlich am 10. Dezember um 18 Uhr.

Problemstellen liegen vor allem in der Logistik

Während die Hoffnung besteht, dass das Weihnachtsgeschäft die Kassen der Händler zum Klingen bringt, scheint aber auch das Problempotenzial recht groß zu sein. Jeder zweite Händler verwies bei der Frage nach erwarteten Herausforderungen im Weihnachtsgeschäft auf Lieferprobleme – das Vertrauen in die Logistik scheint demnach durch den wachsenden Online-Handel und die Überlastung der Zustelldienste deutlich getrübt.

An zweiter Steller der erwarteten Hürden stehen mit 43 Prozent erhöhte Retourenquoten. Kundenbeschwerden und Probleme mit Online-Plattformen liegen mit 23 Prozent und 21 Prozent in etwa gleich auf. Technischen Schwierigkeiten befürchten hingegen nur die wenigsten Anbieter (sieben Prozent).

Online-Shops als wichtiges Standbein

Fasst man alle Online-Marktplätze zusammen, so erreichten sie im Rahmen der Händlerbund Weihnachtsstudie mit insgesamt 60 Prozent den ersten Platz der wichtigsten Verkaufskanäle. Einzeln betrachtet kommen sie jedoch nicht an die Bedeutung eines separaten Online-Shops heran: Während nämlich 31 Prozent der Händler Ebay und 27 Prozent Amazon als Top-Kanal angaben, so erreichte der Online-Shop mit satten 49 Prozent den Spitzenplatz.

Auch über gewünschte Hilfestellung bzw. Unterstützung für die weihnachtlichen Vorbereitungen gibt die Studie Auskunft: 43 Prozent der befragten Online-Händler wünschen sich demnach Hilfe beim Thema Versand. In den Bereichen Rechtssicherheit und Marketing sind es hingegen nur je ein Drittel der Händler, die sich über Unterstützung freuen würden. Auf Rang vier liegt mit 29 Prozent die Suchmaschinenoptimierung.

Weitere Ergebnisse der Weihnachtsstudie 2017 hat der Händlerbund in einer übersichtlichen pdf-Datei zusammengefasst. Diese können Sie hier kostenlos einsehen:

https://www.haendlerbund.de/de/downloads/weihnachtsstudie-2017.pdf

Gastautorin Tina Plewinski ist für den Händlerbund tätig. Der Händlerbund ist ein Service-Netzwerk rund um den digitalen und stationären Handel. Mit seinen Mitgliedern und Partnern setzt er sich die Professionalisierung der europäischen Online-Händler zum Ziel.